Chronik

Vereinschronik

Bevor 1964 der Sportverein UNION Mitterdorf gegründet wurde, gab es in unserer Gemeinde bereits einige kleine Plätze, auf denen regelmäßig Fußball gespielt wurde. Auch eine „Gemeindemeisterschaft“ wurde bereits ausgetragen. 

Fußballbegeisterung war also vorhanden und dazu kam Hans Holzer, der die Idee hatte, in Mitterdorf einen Fußballverein zu gründen. Bald fand er einige Männer, die er dafür begeistern konnte: Josef Zorn, der damalige Bürgermeister, Andreas Gsellmann, Direktor der Volksschule, Josef Kleinhappl, Josef Stenitzer, Franz Schreiner und Stefan Farkas sen. 

In der Nähe des Kreuzungspunktes der B72 mit der Landesstraße nach St. Ruprecht wurde ein Grundstück angemietet und zu einem Sportplatz umgestaltet. Fast unvorstellbar für die heutige Zeit waren die sanitären Gegebenheiten. Der Dachboden des Gasthauses diente als Umkleidekabine, als Waschgelegenheit ein Brunnen im Schulhof oder bei Schönwetter die Raab. Und das alles mehr als 500 m vom Sportplatz entfernt. 

Neben der schon angesprochenen Begeisterung gab es schon im 2. Spieljahr mit dem Aufstieg in die 1. Klasse Ost den ersten sportlichen Höhepunkt. In dieser Klasse spielte Mitterdorf drei Jahre, ehe die Mannschaft zuerst in die 2. Klasse und ein Jahr später trotz eines 7. Tabellenplatzes in die neu geschaffene 3. Klasse abstieg. 

In der Folge wurde dann am Sportplatz eine zweiräumige Holzhütte errichtet, welche wochentags als Geräteraum und sonntags als Umkleideraum für den Schiedsrichter und in weiterer Folge auch noch als Kantinenausschank diente. Später wurde diese Hütte um einen überdachten Vorbau erweitert. 

1971/72 gelang der Wiederaufstieg in die 2. Klasse Ost und ein Jahr später der Durchmarsch in die 1. Klasse Ost. Von 1977 bis 1983 spielte der USV Mitterdorf in der 2. Klasse Ost B und war stets im Vorderfeld zu finden. 

Mit der Errichtung der neuen Volksschule bekam der USV Mitterdorf erstmals Umkleidekabinen mit Duschen. Da aber diese Umkleidekabinen sehr weit vom Sportplatz entfernt waren, wurde hinter der Volksschule ein neuer Sportplatz errichtet und am 26. Oktober 1981 eröffnet. In der Folge wurde ein Sporthaus mit WC, Kantine, einem Mannschaftsraum und einem Geräteraum gebaut. Die Umkleidekabinen blieben aber nach wie vor im Gebäude der Volksschule untergebracht. 

Sportlich ging es ab der Saison 1983/84 mit dem USV Mitterdorf wieder bergauf. Zuerst der Meistertitel in der 2. Klasse Ost B und anschließend der Durchmarsch bis in die Gebietsliga Südost. 1987 konnte sogar der Herbstmeistertitel in dieser Klasse erreicht werden. Nach Auflösung der 2. Klassen durch den steirischen Fußballverband wurde der Verein in die Unterliga Ost überstellt, gehörte ihr bis zum Abstieg in die Gebietsliga am Ende der Saison 1996/97 an. 

In den letzten Jahren wurde sehr viel in die Jugendarbeit investiert und die Mitterdorfer Nachwuchsmannschaften können wieder an frühere Erfolge anschließen. Der sportliche Aufwärtstrend im Jugendbereich brachte aber auch neue Probleme, wie der Zustand der Kabinen nach einem Match oder bei Schlechtwetter, da die Kabinen unter der Woche auch zum Umkleiden für den Turnunterricht benötigt wurden. So entstanden unter Obmann Heinz Kohlfürst anlässlich eines neuerlichen Sportplatzumbaues 1991 (der Platz wurde um 90° gedreht und neu angelegt), Pläne zum Bau eines eigenen Sporthauses mit Umkleidekabinen. Dies wurde umso dringender, da auch seitens des Fußballverbandes und des Schiedsrichterkollegiums das Fehlen eines eigenen Abganges für Schiedsrichter und Spieler bemängelt wurde. 

Nach Gesprächen mit Bürgermeister Karl Mauthner und dem Gemeindevorstand zeichnete sich bald eine Lösung ab. Da auch die Gemeinde geeignete Räumlichkeiten für Gemeindefahrzeuge sowie für das Labor des Klärwärters brauchte, strebte man eine gemeinsame Lösung an. Das fehlen eines geeigneten Saales für diverse Veranstaltungen sollte dabei ebenso berücksichtigt werden wie der Mangel an Parkmöglichkeiten in Mitterdorf. 

Das neue Sporthaus mit Gemeindesaal konnte 1998 fertig gestellt werden. Im Jahr 2002 folgte eine neue Zuschauertribüne, 2004 ein Geräteschuppen und 2005 die gesamte Einfriedung des „Raabtalstadions“. 

2008 wurde der Bereich vor der Kantine bis zurück zu den Kabinen mit Glas überdacht. 2010 wurde dann noch eine weitere Tribüne mit ca. 80 Sitzplätzen vor der Kantine errichtet und die Glas-Überdachung erweitert. 

Der Sportverein Union Mitterdorf umfasst derzeit 180 Mitglieder. 

Seit 1983 gibt es das Zeltfest des USV Mitterdorf und dieses Fest ist mittlerweile zu einem der größten Feste im Bezirk Weiz geworden. 

Weiters findet seit 2005 jedes Jahr Mitte Juni das Hans-Walcher-Gedenkturnier statt.

Sportliche Erfolge: 


1969 – Meistertitel in der 2. Klasse Ost B 
1972 – Meistertitel in der 3. Klasse Ost B 
1973 – Meistertitel in der 2. Klasse Ost B 
1976 – Meistertitel in der 2. Klasse Ost B 
1984 – Meistertitel in der 2. Klasse Ost B 
1985 – Meistertitel in der 1. Klasse Ost B 
1987 – Herbstmeister in der Gebietsliga 
1996 – Meistertitel in der Gebietsliga Ost 
2010 – Meistertitel in der 1. Klasse Ost B

2018 – Vizemeister in der 1. Klasse Ost B
2019 – Vizemeister in der 1. Klasse Ost B.
2019 – Aufstieg in die Gebietsliga Ost (Relegation)

Gründungsmitglieder 1964: 

Stefan Farkas sen. 
Karl Stenitzer 
Josef Kleinhappl 
Franz Schreiner

Präsidenten: 

1964-1994 – Josef Kleinhappl 
seit 1994 – Herbert Kleinhappl

Obmänner: 

1964-1968 – Stefan Farkas 
1968-1971 – Franz Reiser 
1971-1973 – Johann Zierler 
1973-1991 – Karl Pfaffenschlager 
1991-1993 – Otto Schellnegger 
1993-1996 – Heinz Kohlfürst 
1996-2004 – Hans Walcher 
seit 2004 – Herbert Kleinhappl